Mainz

Mainz ist die Landeshauptstadt des Landes Land und mit 217.118 Einwohnern gleichzeitig dessen größte Stadt. Mainz ist kreisfrei, eines der fünf rheinland-pfälzischen Oberzentren und Teil des Rhein-Main-Gebiets. Über die angrenzenden hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden darstellt es ein länderübergreifendes Doppelzentrum mit rund 490.000 Bewohnern.

Die zu römischer Zeit begann erneut mit der Stadt ist Sitz der Johannes Gutenberg-Universität, des römisch-katholischen Bistums Mainz sowie mehrerer Fernseh- und Rundfunkanstalten, wie des Südwestrundfunks  und des 2 Deutschen Fernsehens. Mainz ist eine Innere Burg der rheinischen Fastnacht.

Fortentwicklung des Stadtnamens

Handlungsverlauf der Historie andere sich der Name der Stadt mehrmals, von einer verbindlichen Schreibstil kann erst seit dem 18. Säkulum geredet werden. Der römische Name „Mogontiacum“ kann man deren keltischen Gottheit Mogon herleiten (Mogont-i-acum = „Land des Mogon“). Mogontiacum wurde bei Historiographie erstmalig vom römischen Historiker Tacitus in seinem Anfang des 2. Jh gemachten Werk Historien im Zusammenhang mit dem Bataveraufstand schwarz auf weiß erwähnt.[2] Auch abweichende Schreibweisen und Abkürzungen waren zu Fristen der römischen Regentschaft schon allgemein bekannt: „Moguntiacum“ oder verkürzt als „Moguntiaco“ in der Peutingersche Tafel.

Im Mittellateinischen wurde die Bezeichnung ab dem 6. Säkulum gekürzt und fortan „Moguntia“ bzw. „Magantia“ verfasst und ausgesprochen. Im 7. Jahrhundert änderte sich der Stadtname zu „Mogancia“, „Magancia urbis“ bzw. „Maguntia“, im 8. Säkulum zu „Magontia“. Im 11. Jahrhundert war der Name nochmal bei „Moguntiacum“ bzw. „Moguntie“ angelangt. Gar wurde der Stadtname oft nicht von wirklicher Sprachentwicklung, stattdessen von welcher jeweils herrschenden „Mode“ der Betonung geprägt. Das 12. Jahrhundert genannte die Stadt als „Magonta“, „Maguntia“, „Magontie“, und „Maguntiam“. Eine arabische Atlant aus vergleichbarer Zeit nennt sie „maiansa“. Von 13./14. bis zum 15. Säkulum wandelte sich die Bezeichnung von „Meginze“ zu „Menze“, wobei das die Namensentwicklung in lateinischen Sprache Lieferanten ist. Deutsche Lieferanten sprechen 1315 von „Meynce“, 1320 von „Meintz“, 1322 von „Maentze“, 1342 von „Meintze“, 1357 abermals von „Meintz“ und 1365 von „Mayntz“. Der dereinst erstandene Zuname „Mayntz“ ist schnellstmöglich in dieser Lokution verbreitet. Später nannte man sich auch Mainzer. Bei jüdischen Schriften des Mittelalters taucht auch der Titel Magenza auf.

Im 15. Jahrhundert taucht erstmalig die Schreibweise „Maintz“ auf. Geläufiger sind seinerzeit aber noch die Schreibweisen „Menze“, „Mentz(e)“, „Meintz“ oder „Meyntz“. Die Namensformen mit ai oder ay begeben sich seit dem 16. Jahrhundert und endgültig bei Barockzeit durch. Seit dem 18. Jahrhundert findet man dann auch beschreibend Änderungen des Stadtnamens. Eine Ausnahmefall darstellt die französische Namensform Mayence im Verlauf der französischen Bekleidung 1792/93 und im Verlauf der Zugehörigkeit zu Französische Republik von 1798 bis 1814.[4]

Im Mainzer Regionale Umgangssprache gibt es zwei Varianten des Stadtnamens, Meenz und Määnz, über deren Korrektheit bei Bevölkerung verschiedene Ansichten sich zusammensetzen. Studien haben herausgefunden, dass die Schreib- und Ausspracheform Meenz (mit geschlossenem e-Laut ausgesprochen) bei Altstadt vorzugsweise, die andere Variante Määnz (mit offenem e-Laut) eher in der Neustadt, den Vororten und dem rheinhessischen Einzugsgebiet benutzt wird.
Fortentwicklung des Stadtwappens
→ Hauptartikel: Mainzer Rad
Stadtwappen von Mainz als Gute Stadt des französischen Kaiserreiches unter Napoleon Bonaparte

Das Emblem der Stadt Mainz zeigt zwei durch ein silbernes Kreuz verbundene, abgeschrägt gebrachte, sechsspeichige, silberne Räder auf rotem Grund. Die Stadtfarben sind rot-weiß.

Ursprünglich zeigte das Hoheitszeichen den Männliche Person der Stadt, den Historischen Bert. Das Ratssiegel der Stadt von 1300 zeigte diesen erstmalig in Verbindung mit dem Rad (zur genauen Entwicklungsweg siehe den Hauptartikel). Der Erzbischof von Mainz, der gleichzeitig auch Fürst des Kurstaates war, übernahm das Rad auch ins Territorialwappen. Zur Unterscheidung dazu führte die Stadt nun allein das Doppelrad als Hoheitszeichen, wobei ab dem 16. Jahrhundert das Rad abgeschrägt bereitgestellt wurde. Während der Zugehörigkeit der linksrheinischen Welten zu Französische Republik sind zunächst alle Hoheitszeichen in besetzten Gebieten nicht erlaubt. Das Qualitätsiegel der neugeschaffenen Mairie – des französischen Bürgermeisteramts – zeigte die Freiheitsgöttin über die Jakobinermütze. Nach der Kaiserkrönung Napoleons I. 1804 beinhaltete das Stadtsiegel den französischen Kaiseradler. Am 13. Juni 1811 wurde das Mainzer Rad abermals berechtigt. Dem Wappen wurden oben im Dachboden die drei Bienen des Gebäudes Bonaparte hinzugefügt. Die Farben jedoch waren vertauscht. Unter 1835 und 1915 trug das Hoheitszeichen noch ein ausgewöhnliches Schildhaupt. Damit sollte Mainz als Bundesfestung abgebildet sein. Im Laufe der Geschichte der Stadt änderte sich auch die Form des Rades mehrmals. Es kamen Speichen hinzu, Zugaben wurden angefügt oder auch wieder entfernt. Seit dem 12. Juni 1915 hat das Wappen seine heutige Form, die ab 1992 geringfügig verbessert wurde und somit auch problemlos als Stadtlogo verwendet werden konnte. Im Mai 2008 wurde diese mit einem leichten Bogen am vorderen Wappenschild sowie mit einem etwas kürzeren Kreuz versehen.